8. September 2011

Gaddafis kranke Henkerin "Huda Ben Amir"

Sie war die schrille Scharfmacherin und treue Vollstreckerin des Diktators - und die meistgehasste Frau Libyens. Bis zuletzt war Huda Ben Amir, auch "die Teufelin" oder "die Henkerin" genannt, an der Seite Gaddafis zu sehen. Jetzt haben die Rebellen sie in Haft genommen.

Als im Februar die libysche Revolte ausbrach, dauerte es nicht lange, bis die Aufständischen in der Metropole Bengasi zum Privathaus der zweifachen Bürgermeisterin Huda Ben Amir marschierten. Weitläufig, weiß gestrichen und palastähnlich soll das Anwesen gewesen sein. Aus dem obersten Stock, berichtet der britische "Telegraph", habe man das Mittelmeer sehen können.

Als die Rebellen bemerkten, dass Huda Ben Amir nicht anwesend war, zündeten sie ihr Haus an. Und als sie nicht wiederkam, zündeten sie es noch einmal an. Und dann, innerhalb von nur zwei Wochen, ein drittes Mal.

So verhasst war Huda Ben Amir.

Jetzt sitzt die 1954 geborene Frau in Haft, in der Hauptstadt Tripolis ging sie den Rebellen ins Netz. Zuletzt hatte man sie noch an der Seite des Diktators Muammar al-Gaddafi sehen können, vor mehreren Wochen, als der Diktator eine seiner bizarren TV-Ansprachen ausstrahlen ließ. Auf Twitter und Facebook jubilieren die Libyer nun: "Gott ist groß, endlich!", heißt es, oder auch: "Sie ist so abgrundtief böse, sie genoss es, Unschuldige zu exekutieren, nur um Gaddafi zu gefallen."

In Tripolis heißt es, sie befinde sich im Al-Dschdaida-Gefängnis östlich der Hauptstadt. Jalal al-Gallal, Sprecher des Übergangsrats der Rebellen, sagte: "Wenn sie gefangen wurde, ist das ein großer Schritt auf dem Weg, diejenigen, die Verbrechen gegen das libysche Volk begangen haben, zur Rechenschaft zu ziehen." Huda Ben Amir sei eine zentrale Figur bei der Unterdrückung der Libyer gewesen. "Wir hoffen daher, dass sie vor Gericht gestellt wird, damit ein fairer Prozess stattfinden kann."

Eine Hilfshenkerin - um Gaddafi zu beeindrucken

Der allgegenwärtige Hass auf Huda Ben Amir hat viel mit einer Episode aus dem Jahr 1984 zu tun: Während der im Staatsfernsehen übertragenen Hinrichtung eines Dissidenten am Galgen, trat sie aus der Menge nach vorne und hängte sich mit ihrem ganzen Körpergewicht an den noch strampelnden Verurteilten. Sie tat es, so sind viele Libyer überzeugt, um den Tyrannen von Tripolis zu beeindrucken.

Sollte das ihr Plan gewesen sein, dann ging er auf: Gaddafi beförderte sie in ein neues Leben. Ihre armselige Zwei-Zimmer-Wohnung konnte sie bald gegen etwas Besseres eintauschen, das Regime versorgte sie mit allerlei Posten, von denen es in Gaddafis phantasievoll ausstaffierter "Republik der Volksmassen" jede Menge gab. Sie wurde Bürgermeisterin von Bengasi, sie trat bei politischen Prozessen in Erscheinung, sie soll, behaupten Aufständische, auch persönlich bei Verhören und Folterungen mitgemacht haben, besonders von Frauen. "Wir brauchen keine Gespräche, wir brauchen mehr Galgen", soll sie gesagt haben. Sie war bald wahlweise als "die Henkerin", "die Vampirin" oder "die Teufelin" bekannt.

Noch Ende 2010 erklärte sie anlässlich der Einweihung eines öffentlichen Gebäudes in Dirna: "Die Libyer sind das einzige Volk, das über sein Schicksal selbst entscheiden kann." Damals war das nichts als eine Lüge, heute, nach dem Sturz Gaddafis, ist es schon eher wahr. Was das für Huda Bin Amir bedeutet, ist noch unklar - aber es gibt viele, die ihren Tod fordern. Schon gibt es eine entsprechende Facebook-Gruppe, die ihren "Prozess" vorbereitet.

Schon ihr Vater, heißt es in Presseberichten, sei ein fanatischer Gaddafi-Getreuer gewesen. Es scheint, dass Huda ihren Sinn für Theatralik von ihm geerbt hat. Denn als Gaddafi 1973 vorgab, offiziell die Macht abzugeben, soll Hudas Vater damit gedroht haben, seinen eigenen Sohn zu töten, falls der Oberst seine Entscheidung nicht revidiere. Zu den Posten, die Huda Ben Amir innehatte, gehören auch solche, in denen sie Zensur ausübte und über die Linientreue der Bevölkerung wachte. Sie war damit Teil des Unterdrückungsapparats.

Bis März 2011 war sie außerdem sogar Präsidentin des "Arabischen Parlaments", ein aus 67 Delegierten bestehendes Gremium der Arabischen Liga. Dann allerdings sprachen die Abgeordneten ihr das Misstrauen aus. Es war der Beginn vom Ende ihrer unheimlichen Karriere. "Wenn wir verlieren, wird Huda Ben Amir uns alle hängen", zitierte der "Guardian" noch im März einen Aufständischen in Bengasi.

Nun haben die Rollen sich verkehrt.
Quelle: Spiegel

Unser Kommentar: Villeicht, wird ihr, ihr letzter großer Traum noch wahr gemacht und man erhängt sie, nach einem fairen Prozess, mit Moammr Gaddafi zusammen :-)

6 Kommentare:

  1. houda ist nicht verrückt sie ist das gesündeste wesen nur sie ist in ihre genetische ursprung gefangen und wie sie exestieren milliarden von feministinen die den MANN EIN FÜR ALLER MALE vernichten wollen die welt muß erweckt werden und diese fragen verwissenschftlichen sollen sehen sie alic schwarze,wafa sultan naoual al saadawi und alles was diese feministin wollen DIE FRAUEN für sich alleine zu haben sonst NICHT


    AntwortenLöschen
  2. Bei uns in Italien gibt es sie in hölle und fülle sie verstecken sich in die Haut des Weibes, dabei sind die, die Schimäre in person ich glaube mindestens 20-30% von Männer die täglich auf der ganzen Welt sterben werden von diese Feministinnen getötet die als Ehefrauen bei den Männern nisten, deswegen hat anonym Recht wenn er sagt "Diese Fragen müssen verwissenschaftlichen" und sie verstecken sie sich hinter die Slogen-gleiche Lohn für gleiche Arbeit. Ha ha ha.

    AntwortenLöschen
  3. Endlich einer, der sich seit tausenden von Jahren die Wahrheit traut zu sagen. Insofern hat Anonym Recht, nämlich Houda bin amir war in ihrer Jugend eine bekennende Feministin und Männerhasserin. Neulich hat mir meiner lybischer Freund erzählt,"Man fand in ihren Memoiren den Satz :Unsere lang ersehnte Gleichberechtigung ist nicht weiter als ein Latenter Anspruch der Feministinnen auf die Frau." Die Männer sind quasi für die Feminstinnen nur ein Stein im Weg, densie beseitigen wollen. und vonwegen gleicher Lohn für gleiche Arbeit!... Wir echten Frauen haben diese jahrtausendelange LÜGE nämlich satt!!! Wir-wollen-unsere-Männer-lebend-und-lieben.

    AntwortenLöschen
  4. Es tut einfach gut die Wahrheit endlich zu hören.

    AntwortenLöschen
  5. Reiner kl. düsseldorf9. Juni 2013 um 17:18

    Schwachsinn...sonst nicht!

    AntwortenLöschen